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Günstige Wetterverhältnisse zusammen mit fleißigen Bienen und Insekten bescheren in diesem Jahr eine reiche Ernte. Wohin mit dem vielen Obst?

Voll hängen die Obstbäume auf Wiesen und Feldern. Nachdem im letzten Jahr aufgrund des späten Frosts die Ernte eher dürftig ausfiel, bricht nun mancher Ast unter der Last der Früchte einfach ab. Umso wichtiger ist es, das Obst sobald es reif ist zu ernten und zum Beispiel bei einer Mosterei abzugeben, die daraus heimischen Saft produziert. Im Tausch bekommt man Gutschriften und kann günstig Säfte verschiedener Sorten beziehen.
Der Verein „Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V.“ produziert und vermarktet auch Säfte, investiert allerdings die Gewinne aus dem Saftverkauf in den regionalen Naturschutz. Ziel des Vereins ist es den naturnahen, ökologischen Streuobstbau zu fördern, da dieser ein unverzichtbares Element im ökologischen Gleichgewicht darstellt. Deshalb achtet der Verein auch auf eine naturschutzgemäße Bewirtschaftung. Pächter und Eigentümer von Streuobstwiesen im Landkreis Karlsruhe können sich bis Ende Januar bewerben und nach erfolgreicher Kontrolle ab dem kommenden Jahr ihr Obst abgeben. Somit wird die Bioqualität von Säften, Schorle, Cidre und Balsamico sichergestellt.
Drei Säfte des Vereins erhielten in diesem Jahr beim landesweiten Streuobsttag in Ludwigsburg den Titel „Hervorragende Qualität“.
Neben der Saftproduktion bietet der Verein unter anderem Kurse für Baumschnitt und Veredelung von Obstbäumen, Führungen in der Natur, sowie Vorträge. Außerdem finanziert die Streuobstinitiative e.V. die Vermehrung alter Apfel- und Birnensorten, die bei der jährlichen Obstbaumabgabe des Vereins angeboten werden. (www.streuobstinitiative.de)

Wer Obstbäume besitzt, aber die Früchte gar nicht selbst ernten kann, hat auch noch die Möglichkeit seine Bäume zur Verfügung zu stellen. Auf der Webseite www.mundraub.org kann man sein Obst zur Ernte für den Eigenbedarf freigeben. Dass die Nutzer bei der Ernte behutsam vorgehen, sich zuvor vergewissern, kein Eigentumsrecht zu verletzen und sich an Projekten zur Pflege und Nachpflanzung von Obstbäumen beteiligen, gehört zu den Grundregeln der „mundraub“-Community.

Zu umwelt- und energierelevanten Themen berät Sie kompetent und neutral Ihre Umwelt- und EnergieAgentur Kreis Karlsruhe.
Kontakt per E-Mail buergerberatung@uea-kreiska.de oder Telefon 0721 / 936 99690