Aktuelles

Im Rahmen dieses Wettbewerbs soll im Jahr 2024 der schönste Naturgarten Walzbachtals gekürt werden.

In naturnahen Gärten brummt das Leben. Für die Artenvielfalt sind sie unverzichtbar. Vielfältige Gärten schenken Tieren Lebensraum, steigern unsere Lebensqualität und sichern die Lebensgrundlage von uns allen. Deshalb sollen mit diesem Wettbewerb diejenigen ausgezeichnet werden, die mit ihrem Garten ein Stück Natur bewahren.

„Der Gemeinde Walzbachtal liegen die Themen Insektenschutz und Förderung der Biologischen Vielfalt sehr am Herzen“, so Bürgermeister Özcan. „Mit den Projekten „Goldene Wildbiene“ und „Natur nah dran“ unterstützt die Gemeinde seit Jahren den Artenschutz aktiv und freut sich nun, mit der Durchführung dieses Wettbewerbs auch aktive Bürger würdigen zu dürfen“.

Entscheidend für die Bewertung sind der Gesamteindruck und die Naturnähe.

Bewertet werden unter anderem die Vielfalt heimischer (Wild-)Pflanzenarten, das Vorhandensein von heimischen Gehölzen, Nistplätze und Quartieren, der Strukturreichtum, Trinkquellen für Vögel und Insekten, Kompostierung von Gartenabfällen, durchlässige statt versiegelte Flächen, Sicherheit für Gartenbewohner (keine Tierfallen), Verzicht auf unnötige Beleuchtung (Irritation nachtaktiver Tiere).

Um die Gewinner des Wettbewerbs festzustellen, wird eine vom Gemeinderat bestimmte Jury die Gärten bei einem Vor-Ort-Termin begutachten und nach einheitlichen Kriterien bewerten.

Zu gewinnen gibt es als ersten Preis einen 200 Euro-Gutschein für Holz von Kirchgässner, als zweiten Preis einen 150 Euro-Gutschein für den Hofladen Unterweger und als dritten Preis einen 100 Euro-Gutschein für Obst- und Gemüse Schäfer sowie für die Plätze 4 bis 10 jeweils ein Insektenhotel der Lebenshilfe Bruchsal.

Wir rufen alle interessierten Gärtnerinnen und Gärtner auf, ihren Naturgarten in seiner Vielfalt und seinem Artenreichtum einer fachkundigen Jury vorzustellen.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 31.05.2024 12:00 Uhr an

Gemeinde Walzbachtal

Stabsstelle Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

Wössinger Str. 26-28

75045 Walzbachtal

oder an


J.Lux(at)walzbachtal.de

Folgende Angaben müssen enthalten sein:

  •  Vor- und Nachnamen des Bewerbers
  •  Ihre Anschrift
  • eine Telefonnummer unter der Sie tagsüber erreichbar sind
  • Ihre E-Mail-Adresse
  • eine Beschreibung Ihres Gartens in 3 Sätzen
  • 2 bis 4 aussagekräftige Bilder Ihres Gartens

Außerdem bitten wir um schriftliche Erklärung, dass Sie damit einverstanden sind, dass die Gemeinde Walzbachtal im Rahmen des Wettbewerbes Ihre eingereichten und durch die Gemeinde während der Besichtigung gemachte Fotos Ihres Gartens, sowie Ihren Vor- und Nachnamen veröffentlichen darf.  

Als Termin für die Besichtigung ist Samstag, der 15.06.2024 ab 10:00 Uhr vorgesehen. Wir bitten Sie, sich diesen Termin freizuhalten, um der Jury Zugang zu Ihrem Garten zu gewähren.

Wir freuen uns auf einen interessanten Wettbewerb.

Kartierungsarbeiten entlang der Kraichgaubahn


Im Auftrag der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) führen zwei Fachbüros entlang der Kraichgaubahn in den nächsten Monaten eine so genannte faunistische und floristische Kartierung durch. Hierbei dokumentieren Biolog*innen seit Anfang März im Abschnitt zwischen Berghausen, Dürrenbüchig und Bretten die Tier- und Pflanzenarten, die in diesem Bereich vorkommen und identifizieren geschützte Arten. Diese Untersuchung dient der Vorbereitung für den mittelfristig geplanten zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Grötzingen und Bretten. Die Kartierung ist eine Voraussetzung für die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie, die in den Planungsprozess einfließt, um dann unter anderem auch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für das Infrastrukturprojekt zu definieren. Die Kartierungsarbeiten der Biolog*innen dauern noch bis Ende des Jahres an und sind mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Das Photovoltaikmobil der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) kommt für Sie nach Walzbachtal-Wössingen. Dort können Sie sich kostenfrei, unverbindlich, anbieterneutral und ganz auf Ihre individuellen Gegebenheiten zugeschnitten von Experten beraten lassen.

In Walzbachtal-Wössingen informieren Sie am Freitag, den 07.06.2024 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr die Experten der UEA mit dem Photovoltaikmobil rund um das Thema Photovoltaik. Die Photovoltaikexperten werden gut sichtbar auf dem Rathausplatz in Wössingen stehen. Kommen Sie einfach vorbei!

Lassen Sie sich ohne Termin beim Photovoltaikmobil beraten! Mehr Informationen finden Sie unter www.zeozweifrei.de/photovoltaik/

Asiatische Hornisse - Sichtungen bitte melden!

Sie ist wohl gekommen um zu bleiben und sie hat seit ihrer Ankunft in Deutschland im Jahr 2014 schon erhebliche Schäden angerichtet: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina - kurz Velutina) wurde aus Fernost nach Europa eingeschleppt, ist in der EU als invasive Art eingestuft und wird deshalb auch in Deutschland bekämpft. Im Gegensatz dazu steht die europäische Hornisse unter Naturschutz!

Warum wird die Asiatische Hornisse bekämpft, während die europäische Hornisse geschützt ist?

1. Die asiatische Hornisse gilt als invasive Art, das heißt, sie vermehrt und verbreitet sich extrem stark. In jedem Volk wachsen im Herbst mehrere Jungköniginnen heran, die im Folgejahr neue Völker gründen können – in manchen Völkern sind es mehrere hundert!

2. Ein Volk der Asiatischen Hornisse schafft es, in seinem Umfeld ganze Bienenvölker so zu dezimieren und zu schwächen, dass sie nicht überleben bzw. sie gleich vollständig auszuräubern.

3. Neben der Honigbiene stehen Wildbienen und andere Insekten bis zur Größe von Libellen auf ihrem Speiseplan, von denen viele Arten ohnehin gefährdet sind.

4. …und ihr Appetit ist groß: Man geht davon aus, dass in einem Volk der asiatischen Hornisse in der Hochsaison zwei bis drei Pfund Insektenmasse pro Tag verfüttert werden, und zwar ausschließlich tagaktive Insekten, da die asiatische Hornisse im Gegensatz zu ihrer europäischen Verwandten nur am Tag fliegt.

Wie unterscheidet man die „gute“ heimische von der „bösen“ asiatischen Hornisse?

Während der Hinterleib der heimischen Hornisse lebhaft gelb-schwarz gestreift ist, ist er bei der asiatischen Art überwiegend schwarz gefärbt, mit nur einer einzelnen, feinen, gelben Binde und einem breiten orangen Streifen am hinteren Ende des Leibes. Leuchtend gelb sind hingegen ihre Beine.

Auch der Nestbau ist deutlich anders: Zwar verwenden beide Hornissen-Arten ganz ähnliches Baumaterial, nämlich Holzfasern, die sie mit ihrem Speichel zu einer pappeähnlichen Masse verkauen, aber während die heimischen Hornissen daraus ihre Brutzellen in geschützte, dunkle Hohlräume hineinbauen (Baumhöhlen oder auch Speicher / Scheune / Rollladenkästen), baut die Velutina grundsätzlich freihängende, eiförmige bis runde Nester mit einem Durchmesser bis zu 70 cm. Diese werden meistens in sehr großer Höhe an Äste hoher Bäume angehängt, in selteneren Fällen auch mal am Firstbalken eines Hauses oder auch an sehr geschützter Stelle in Bodennähe, z.B. in einer dichten Hecke. Von unten betrachtet wirkt ein solches Nest wie ein grauer Medizinball.

Aber nicht jedes runde Nest im Baum ist das Werk der asiatischen Hornisse!
Auch zwei heimische Wespenarten bilden ähnliche Nester aus, nämlich die Sächsische und die Mittlere Wespe - zwei eher seltene und äußerst angenehme Vertreter ihrer Insektenfamilie!

Was ist zu tun?

Aktuell geht es darum, Nester der asiatischen Hornisse ausfindig zu machen. Die Vernichtung dieser Nester ist leider unumgänglich, um das exponentielle Wachstum der Völkerzahlen einzudämmen. Nur so kann verhindert werden, dass die zahlreichen Jungköniginnen, die im Nest heranwachsen, sich in ihr Winterquartier einnisten und im Frühjahr neue Völker gründen.

Sichtungen bitte melden!

Bitte melden Sie Sichtungen von Asiatischen Hornissen (Einzeltieren oder Nester) über das Meldeportal des Landes, über die „Meine Umwelt“-App oder die Webseite der LUBW

Vergleich asiatische und europäische Hornisse
© Vergleich asiatische und europäische Hornisse
Gemeindeverwaltung Ubstadt-Weiher

Vergleich Europäische Hornisse (Bild links), Asiatische Hornisse (Bild rechts)

Sanierung(s)Mobil Baden-Württemberg - Der mobile Pavillon zur energetischen Gebäudesanierung

Das Sanierung(s)Mobil tourt von März bis Oktober durch Baden-Württemberg. Am 21.09.2024 macht es im Rahmen des Walzbachtaler Bewerber- und Ausbildungstags Station auf dem Schulhof der Walzbachschule in Jöhlingen.  Genauere Informationen werden zeitnah hier und im Amtsblatt der Gemeinde Walzbachtal veröffentlicht.

Auf rund 65 Quadratmetern werden die wichtigsten Aspekte der energetischen Sanierung anschaulich visualisiert und neutrale Informationen sowie kostenfreie Erstberatungen angeboten. Kommunen, Banken, Energieagenturen, Verbände und andere regionale Akteure nutzen den Ausstellungsanhänger für ihre Events rund um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ganzheitliche Gebäudesanierung. Schirmherrin des Mobils ist Landesumweltministerin Thekla Walker.

Weitere Informationen zum Sanierung(s)Mobil finden Sie hier

Sie möchten einen Baum, eine Hecke oder anderes Gehölz entfernen?

Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich im § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz. Dieser regelt, welche Art von Pflanze zu welchen Zeiten und unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen geschnitten, gefällt oder sogar komplett entfernt werden darf.

Häufige Fallkonstellationen:

Ein Baum in Ihrem Hausgarten soll gefällt werden?

  • erlaubt; vom 01. März bis 30. September muss der besondere Artenschutz beachtet werden

Eine Hecke ist vertrocknet und soll im Frühling entfernt werden?

  • verboten; Entfernung erst ab dem 01. Oktober bis 28. Februar möglich

Gehölze stehen einem genehmigten Hausbau im Weg?

  • erlaubt; vom 01. März bis 30. September muss der besondere Artenschutz beachtet werden

Auf Ihrem Grundstück in einem Landschafts- oder Naturschutzgebiet sollen alte Bäume entfernt werden?

  • verboten; Genehmigung in Form Befreiung nach § 67 Bundesnaturschutzgesetzt durch untere Naturschutzbehörde oder Regierungspräsidium notwendig

Artenschutz bedacht?

Es drohen empfindliche Strafen, wenn Sie den Artenschutz, insbesondere den besonderen Artenschutz nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes außer Acht lassen.

Es ist verboten,
1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,


2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,


3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, […]


Beim Fällen eines Baumes oder dem Entfernen einer Hecke zwischen dem 01. März und dem 30. September besteht immer die Gefahr, dass ein Tier, unabhängig ob Vogel, Nagetier, Fledermaus oder auch Insekt ein Nest oder eine Baumhöhle als Fortpflanzungs- oder Ruhestätte nutzt. Dies muss vor Beginn der Tätigkeiten zweifelsfrei ausgeschlossen werden.


Wir empfehlen Ihnen eine fotografische Sicherung der Situation und raten zur Beauftragung einer ökologischen Fachkraft mit einem entsprechenden Gutachten.

Besondere Schutzkulissen

In Fällen Biotop, Flächenhaftes Naturdenkmal und Naturdenkmal muss bei der unteren Naturschutzbehörde eine Genehmigung beantragt werden.
Über den interaktiven Dienst UDO (Umwelt-Daten und Karten Online) der LUBW können Sie prüfen, ob in Ihrem Fall eine besondere Schutzkulisse gegeben ist.

Kontakt
Landratsamt Karlsruhe
Amt für Umwelt und Arbeitsschutz
Untere Naturschutzbehörde
Postanschrift:
Kriegsstraße 100
76133 Karlsruhe


E-Mail: naturschutz@landratsamt-karlsruhe.de

Landwirte werden öfters auf die Feldrandpflege angesprochen und ernten Unverständnis für das Mulchen der Bankette.

Der Spagat zwischen Naturschutz und dem Heraushalten pflanzenbaulich kritische Unkräuter und Ungräser sowie tierische Schädlinge aus ihren Ackerflächen im Bereich des Feldrandes ist für Landwirte kein leichtes Unterfangen.

Die Feldrandpflege hat jedoch nicht nur praktische Gründe, wie die Verkehrssicherheit im Kontakt mit Spaziergängern und Fahrradfahrern.

Warum Feldrandhygiene wichtig ist

Jedes Jahr werden vor und nach der Ernte die Feldränder von der Kommune oder den Landwirten gemulcht, wobei der Aufwuchs geschlegelt und zerkleinert wird. Diese Pflegemaßnahme dient dazu, das Einwandern von Ungräsern und Unkräutern in die Ackerflächen zu vermeiden und somit die Kulturpflanze zu schützen. Denn die Beikrautflora trägt wesentlich zur Verbreitung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen bei, was erhebliche Ertragsausfälle zur Folge hat.

Durch Ausläufer oder Aussamen verbreiten sich die unerwünschten Pflanzen schnell auf angrenzenden Flächen und werden durch Erntemaschinen weiter verteilt. Für deren Bekämpfung ist dann ein erhöhter Pflanzenschutzaufwand in der Folgekultur notwendig, wenn überhaupt möglich. Dies wiederum widerspricht sich mit der angestrebten Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategie. Im biologischen Ackerbau gibt es hierbei noch weniger Möglichkeiten zur Bekämpfung.

Insbesondere Trespenarten haben sich in den letzten Jahren auf landwirtschaftlichen Flächen stark ausgebreitet und werden zunehmend zum Problem im Ackerbau. Weil die Herbizidpalette stark eingeschränkt und nur bedingt wirksam ist, muss die konsequente Feldrandhygiene im Fokus stehen.

Auf dem Feldrand selbst, ist eine chemische Bekämpfung der Gräser und Unkräuter grundsätzlich verboten. Vor dem Hintergrund zunehmender Herbizidrestistenzen sind zudem Fruchtfolgen und intensivere Bodenbearbeitung notwendige Regulierungsmaßnahmen zur Ertrags- und Qualitätssicherung. Besonders in der biologischen Landwirtschaft ist das Schlegeln der Feldränder sehr wichtig, da hier keinerlei Pestizide im Ackerbau eingesetzt werden dürfen.

Da Feld- und Wegränder auch wichtige Rückzugsräume und Nahrungsquellen für z.B. Insekten darstellen, ist eine zeitlich und räumlich versetze Pflege von Feldrändern sinnvoll um genügend Ausweichmöglichkeiten zu schaffen. Anstelle alle Saumflächen zu pflegen, ist abzuwägen, ob sich die Maßnahme auf bestimmte Bereiche mit Gefahr von Einwanderung von Trespen oder Ackerfuchsschwanz beschränken lässt.

Das Faltblatt Daten zur Umwelt - Umweltindikatoren Baden-Württemberg - präsentiert in knapper und übersichtlicher Weise ausgewählte Umweltdaten und Indikatoren. Grafiken vermitteln einen schnellen Eindruck von langfristigen und aktuellen Trends, die in kurzen Bewertungen den aktuellen Zielsetzungen des Landes gegenübergestellt werden.

https://pudi.lubw.de/detailseite/-/publication/10497